U-Wert Haustür

U-Wert der Haustür: Wärmeschutz und Energieeffizienz

Für viele ist die Haustür vor allem optisches Highlight des Hauses. Doch mehr noch als das Aussehen zählen Schallschutz, Einbruchschutz und natürlich die Wärmedämmung. Wie energieeffizient deine neue Haustür wirklich ist, verrät dir dabei der U-Wert. Was es damit auf sich hat, wie er berechnet wird, und was du beim Kauf einer Haustür sonst noch beachten solltest, erfährst du bei uns.

 

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1. Worauf es beim Haustüren-Kauf ankommt

Die Haustür nimmt bei der Fassadengestaltung außen eine wichtige Rolle ein. Der Hauseingang ist in der Regel das Erste, was Besucher von deinem Zuhause sehen, deshalb sollte er einladend wirken und gleichzeitig Charakter zeigen. Entsprechend findest du Haustüren mittlerweile in einer Vielzahl von Designs, die du ganz individuell anpassen kannst.

Doch es ist vor allem ihre Funktionalität, die darüber entscheidet, ob eine Haustür dein Heim behaglich und sicher macht. Für den Wärmeschutz ist in erster Linie wichtig, dass die Tür luftdicht schließt und Wärmebrücken vermieden werden. Das spart Energie und erhöht zugleich den Komfort in den eigenen vier Wänden.

Die Energieeinparverordnung EnEV schreibt deshalb vor, dass neue Haustüren maximal einen U-Wert von 1,8 W/m²K aufweisen dürfen. Denn in einem wärmegedämmten Haus fallen die Heizkosten wesentlich niedriger aus, was neben dem Geldbeutel auch die Umwelt schont.

2. Was sagt der U-Wert über die Wärmedämmung einer Tür aus?

Der sogenannte Wärmedurchgangskoeffizient sagt aus, wie viel Wärme durch einen beliebigen Körper hindurchgeht, beispielsweise eine Wand oder eine Tür. Entscheidend dafür ist neben der Dicke auch die Wärmeleitfähigkeit des Materials.

Dieser Wärmedurchgangskoeffizient wird in der Einheit W/m²K (Watt pro Quadratmeter und Kelvin) angegeben. Die Formel drückt aus, wieviel Wärme auf einer Fläche von einem Quadratmeter durch eine Barriere zwischen zwei Räumen gelangt, wenn sich die Temperatur auf beiden Seiten um 1 K unterscheidet.

Als Formelzeichen wird im Bauwesen meist U verwendet, im Maschinenbau findet sich stattdessen der k-Wert. Der U-Wert gibt im Wesentlichen also den Wärmeverlust eines Bauteils an. Je höher der Wert ausfällt, desto schlechter ist die Wärmedämmung. Ein niedriger U-Wert entspricht hingegen einem gutem Dämmwert.

Häufig wird die Wärmedurchlässigkeit unterschiedlicher Bauteile auch getrennt angegeben. Bei einem Fenster ist es zum Beispiel möglich, den Uf-Wert (frame = Rahmen) und den Ug-Wert (glazing = Verglasung) zu bestimmen, aus dem sich der Uw-Wert (window = Fenster) für das gesamte Fenster ergibt. Analog dazu findet man bei Türen gelegentlich einen Ud-Wert (door = Tür), in den auch Dämmwerte für Glas-Elemente, Seitenteile, usw. einfließen.

3. Was schreibt die Energieeinsparverordnung vor?

Die Anforderungen an den Wärmeschutz von Gebäuden werden durch die Energieeinsparverordnung EnEV definiert. Die Verordnung in ihrer aktuellen Form gilt seit dem Mai 2014, weshalb gelegentlich auch die Schreibweise EnEV 2014 gebraucht wird. Seltener ist die Bezeichnung EnEV 2016, die auf weiteren Änderungen zum Januar 2016 basiert.

Die Energieeinsparverordnung ist Teil der Energie- und Klimaschutzpolitik der Bundesregierung. Ziel ist es, bis zum Jahr 2050 in Deutschland einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand zu erreichen. Aus diesem Grund schreibt die Verordnung für den Einbau von Haustüren vor: "Bei der Erneuerung von Außentüren dürfen nur Außentüren eingebaut werden, deren Türfläche einen Wärmedurchgangskoeffizienten von 1,8 W/m²K nicht überschreitet." Für Passivhäuser gilt sogar ein Ud-Wert von nur 0,8 W/m²K.

Diese Anforderungen sind nur als mindestens zu erreichender Wert zu verstehen. Damit deine Eingangstür auch noch in einigen Jahren dem dann aktuellen Standard entspricht, solltenst du schon heute auf höchste Dämmung setzen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist in dem Fall besonders günstig, außerdem fördert die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz mit Zuschüssen und Krediten.

4. Wie verbesserst du den Wärmeschutz Ihrer Haustür?

Unsere Aluminium-Haustüren zeichnen sich durch eine besonders gute Isolierung aus. Zur Serienausstattung gehören zum Beispiel eine überdurchschnittliche Flügelstärke von 85 mm, eine wärmegedämmte Bodenschwelle sowie umlaufende Dichtungen. Einsätze aus Glas werden zudem aus 3-fach Wärmeschutzglas gefertigt, was für entsprechend gute Werte bei deiner Haustür sorgt.

Haustüren aus Aluminium sind nicht nur im Neubau eine lohnenswerte Investition, auch durch den Austausch einer in die Jahre gekommenen Hauseingangstür lässt sich auf lange Sicht viel Geld sparen. Alte Eingangstüren sind häufig schlechter gedämmt, Dichtungen sind brüchig geworden, und im schlimmsten Fall haben sie sogar einen integrierten Briefkasten, durch den Zugluft ins Hausinnere gelangt.

Selbstverständlich eignen sich für die Sanierung auch Türen aus Holz oder Kunststoff. Holz-Haustüren besitzen von Natur aus eine gute Wärmedämmung und haben dazu eine gemütliche Ausstrahlung. Allerdings sind sie in punkto Pflege auch anspruchsvoller und kosten in der Regel mehr. Bei Kunststoff-Haustüren wird die Dämmung hingegen durch Mehr-Kammer-Profile erreicht. Eine Aluminium-Haustür bietet durch ihre Stabilität darüber hinaus auch ein Plus an Sicherheit.

Egal, für welches Material du dich entscheidest: Achte unbedingt auf den vom Hersteller ausgewiesenen U-Wert der Haustür.

5. Gestalte deine Haustür nach deinen Vorstellungen

Deine Haustür vermittelt Besuchern einen ersten Eindruck von Deinem Zuhause. Aus diesem Grund ist neben der Funktion und der Qualität auch die Optik ein entscheidender Faktor bei der Auswahl. Moderne Haustüren aus Aluminium erhälst du in vielen verschiedenen Designs von klassisch bis extravagant. Jedes Modell kannst du anschließend ganz nach deinem Geschmack gestalten – angefangen bei der Farbe über die passenden Griffe bis hin zu Motiv- oder Ornamentglas.

Ein weiteres wichtiges Thema beim Haustüren-Kauf ist neben der Wärmedämmung der Einbruchschutz nach DIN EN 1627. Um Haus oder Wohnung zuverlässig zu schützen, solltest du auf zertifizierte Sicherheitstechnik setzen. Dazu gehören zum Beispiel 3-fach Hakenverriegelung, Sicherheits-Profilzylinder und Schutzbeschläge.

6. Auch die fachgerechte Montage beeinflusst den U-Wert

Selbst der beste U-Wert bringt am Ende aber nichts, wenn deine neue Haustür nicht korrekt eingebaut wird. Solltest du ein Fachunternehmen mit der Montage beauftragen, achte deshalb darauf, dass es den Einbau nach den RAL-Gütekriterien vornimmt.

Alternativ kannst du die Haustür selbstverständlich auch selbst einbauen. Weitere Informationen dazu sowie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung mit vielen praktischen Tipps findest du hier.

7. Förderprogramme der KfW für deine neue Haustür

Erhöhst du durch den Einbau einer Haustür mit gutem U-Wert die Energieeffizienz deines Hauses, kannst du übrigens die staatliche Förderung durch die KfW in Anspruch nehmen. Beim Zuschuss 430 – Energieeffizient Sanieren hast du dabei die Wahl zwischen einer kompletten Sanierung und der Durchführung verschiedener Einzelmaßnahmen zur Verbesserung der Dämmung. Eine weitere Möglichkeit ist die Beantragung eines KfW-Kredits mit besonders günstigen Konditionen.

Auch für Einbruchschutzmaßnahmen kannst du eine KfW-Förderung beantragen. Der Zuschuss 455-E – Altersgerecht Umbauen – Einbruchschutz fördert den Einbau einbruchhemmender Haustüren bzw. die Nachrüstung moderner Sicherheitstechnik an deiner bestehenden Tür. Wichtig ist dabei jedoch, dass die technischen Mindestanforderungen der KfW eingehalten werden. Das Beste: Beide Zuschüsse lassen sich problemlos miteinander kombinieren.