Codeschloss Haustür

Das praktische Codeschloss für die Haustür

Beim Kauf einer neuen Haustür hast du die Wahl zwischen einem herkömmlichen Schließzylinder oder einem elektronischen Türschloss. Elektronische Schlösser ermöglichen dir den schlüssellosen Zugang zum Haus, lassen sich intelligent programmieren und verbessern die Sicherheit. Besonders beliebt ist das elektronische Codeschloss mit Code-Eingabe.

 

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1. Was ist eigentlich ein elektronisches Türschloss?

Das klassische Zylinder-Türschloss wird mithilfe eines Schlüssels entriegelt. Bei elektronischen Türschlössern hingegen öffnet ein elektrisches Signal die Tür. Dieses Prinzip wird bereits seit langem bei Türsprechanlagen in Mehrfamilienhäusern genutzt: Damit kann die Eingangstür direkt von der Wohnung aus geöffnet werden.

Elektrische Türöffner an der Haustür gehen noch einen Schritt weiter. Sie öffnen die jeweiligen Türen nur dann, wenn das Signal von zugangsberechtigen Personen ausgelöst wird - zum Beispiel durch einen zuvor registrierten Fingerabdruck oder die Eingabe eines PIN-Codes.

Der Unterschied zwischen Arbeitsstrom- und Ruhestrom-Türschloss

Elektronische Türschlösser werden generell danach unterschieden, ob sie mit Ruhestrom oder Arbeitsstrom arbeiten. Ruhestrom-Anlagen kommen vor allem da zum Einsatz, wo Fluchtwege freigehalten werden müssen. Durch den Verriegelungsmagneten fließt dabei immer eine gewisse Menge Strom, der erst durch ein Signal unterbrochen wird. Entsprechend wird die Tür auch bei Stromausfall geöffnet - wichtig bei Fluchtwegen in öffentlichen Gebäuden.

Arbeitsstrom-Anlagen funktionieren nach dem entgegengesetzten Prinzip: Nur bei Auslösung des Signals fließt Strom und öffnet die Tür. Fällt der Strom einmal aus, bleibt sie verschlossen und bietet auch weiterhin Schutz vor ungebetenen Gästen. Trotzdem kannst du die Tür bei einem Stromausfäll natürlich jederzeit ganz klassisch mit dem Schlüssel öffnen. Elektronische Türschlösser für den Privatbereich nutzen deshalb in der Regel Arbeitsstrom.

2. Welche Vorteile bietet ein Smart Lock?

Ein elektrisches Türschloss bedeutet in erster Linie einen Zugewinn an Komfort. Wenn du das Haus verlässt, musst du nicht mehr daran denken, den Schlüssel mitzunehmen. Ebenso entfällt die Sucherei, wenn du nach Hause kommst. Und auch verlorene Schlüssel sowie der damit verbundene Ärger gehören mit einem elektronischen Türschloss endgültig der Vergangenheit an.

Gleichzeitig bietet eine elektronische Schließanlage ein höheres Maß an Sicherheit. Die meisten Einbrecher sind Gelegenheitstäter mit einfacher Ausrüstung, die eher mit mechanischen Schutzmaßnahmen rechnen. Sie haben weder das Know-how noch das passende Werkzeug, um ein elektronisches Türschloss zu knacken.

Ein elektronisches System gewährleistet darüber hinaus volle Zutrittskontrolle. Zum einen kannst du temporäre Zugänge vergeben, beispielsweise durch einen eigenen Code, der nach einer gewissen Weile verfällt oder nur zu festgelegten Zeiten funktioniert. So können Nachbarn während des Urlaubs die Blumen gießen, und die Putzfrau kann ihre Arbeit auch dann erledigen, wenn du selbst außer Haus bist. Zum anderen wird beim Zahlenschloss für Haustüren jede Türöffnung protokolliert, so dass du anhand individueller Zahlen-Codes jederzeit den Überblick haben, wer wann die Tür benutzt hat.

Die Bedienung elektronischer Türschlösser ist dabei selbsterklärend und intuitiv, wodurch auch Kinder problemlos damit umgehen können. Die zur Stromversorgung verwendeten Batterien zeichnen sich durch hohe Langlebigkeit aus und können schnell und leicht ausgetauscht werden. Auch die Einbindung ins Smart Home stellt in der Regel keine Schwierigkeit dar.

3. Welche Arten elektronischer Türöffner gibt es?

Wenn du dich für eine Tür mit elektronischem Türschloss entschieden hast, hast du die Wahl zwischen vier unterschiedlichen Bedienarten:

Codeschloss-Türöffner

Das Türschloss mit Zahlencode ist gewissermaßen der Klassiker unter den elektronischen Tür-Schließzylindern und zweifellos auch das beliebteste. Dafür wird neben der Tür eine Tastatur montiert, an der die individuell vergebene PIN eingegeben werden kann. Je nach Modell können damit auch unterschiedliche Aktionen ausgelöst werden, beispielsweise das unabhängige Öffnen der Eingangstür und des Garagentors. Da in dem Fall Funk-Technologie zum Einsatz kommt, ist auch eine Funk-Tastatur mit entsprechender Reichweite nötig.

Fingerprint-Türöffner

Funk-Türschlossantriebe mit Fingerabdruck-Erkennung sind mehr und mehr im Kommen. Hierfür werden die Fingerabdrücke aller zugangsberechtigten Personen gescannt und in einer eigenen Datenbank verwaltet. Wichtig ist, dass die Steuereinheit innen montiert ist, damit Einbrecher von außen keinen Zugriff darauf haben. Die Technik ist mittlerweile sehr weit fortgeschritten, so dass normalerweise auch verschmutzte Finger problemlos erkannt werden.

Türschloss mit Bluetooth-Verbindung

Eine weitere Möglichkeit ist ein elektronisches Wireless-Türschloss, das mithilfe einer speziellen App auf dem Smartphone entriegelt wird. Diese bequeme Türöffnung funktioniert sogar, ohne dass du dein Handy in die Hand nehmen musst. Es muss lediglich eingeschaltet und mit Bluetooth verbunden sein. Auch zeitlich befristete Gast-Zugänge können vergeben werden, indem das Smartphone der jeweiligen Person registriert wird.

Türschloss mit Funk-Fernbedienung

Elektronische Schlösser, die mit einer Fernbedienung oder einem Transponder-Schlüssel entriegelt werden, nutzen die sogenannte RFID-Technologie (Radio Frequenz Identifikation). Das Schloss öffnet sich nur mittels eines programmierten Chips, der in einem handlichen Transponder verbaut ist. Dabei kann es sich um eine Chipkarte handeln, um einen Schlüsselanhänger oder auch um ein Armband.

4. Was spricht für ein Codeschloss an der Haustür?

In erster Linie wirst du sicherlich nach persönlichen Vorlieben entscheiden, welche Art von elektronischem Türschloss das passende für deine Tür ist. Modelle mit Bluetooth oder Transponder haben den Nachteil, dass du zwar nicht mehr den Schlüssel, dafür aber das Smartphone bzw. den Transponder vergessen kannst.

Wirklich unabhängig bist du nur mit einer Haustür mit Fingerprint oder einem elektronischen Zahlenschloss an der Haustür. Denn damit benötigst du nicht nur selbst keinen Schlüssel, sondern musst auch keinen mehr weitergeben, um Zutritt zu gewähren. Gerade in Mehrfamilienhäusern ist das eine Überlegung wert, denn geht auch nur ein einziger Schlüssel verloren, müssen unter Umständen gleich sämtliche Schlösser getauscht werden. Zieht jemand aus, kann die PIN einfach gelöscht werden. Beim Einfamilienhaus wiederum erhöht ein smartes Schloss Komfort und Einbruchschutz.

Codeschlösser weisen darüber hinaus eine speziell auf den Außenbereich ausgerichtete Verarbeitungsqualität auf. Sie sind entsprechend wetterfest und nutzen sich durch den ständigen Gebrauch nicht ab. Auch das ist im Hinblick auf den Einbruchschutz wichtig, denn abgenutzte Tasten könnten Aufschluss über den verwendeten Code geben. In Türöffner-Tests schneiden Codeschlösser deshalb regelmäßig am besten ab und bieten ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Soll das Codeschloss in dein Smart Home eingebunden und eine Alarmanlage oder Videoüberwachung damit verknüpft werden, musst du darauf achten, dass die beiden Systeme miteinander kompatibel sind. Das heißt im Klartext, dass alle eingebundenen Geräte dieselbe Funksprache sprechen müssen.

5. Lässt sich ein Codeschloss auch nachrüsten?

Möchtest du nachträglich ein elektronisches Türschloss an deiner bereits bestehenden Tür installieren, ist auch das grundsätzlich möglich. Dafür wird der vorhandene Zylinder entfernt und durch einen elektronischen Schließzylinder ersetzt. Der Einbau der zugehörigen Tastatur erfolgt nahe der Tür an der Wand. In puncto Sicherheit musst du dadurch aber eventuell Einbußen in Kauf nehmen, da ein werkseitig in die Haustüre eingebautes System stets besser darauf abgestimmt ist. Am besten kaufst du deine neue Tür deshalb gleich mit integriertem Codeschloss.